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Journalismus als Basis der Demokratie.
Journalismus als Volksbildung.
Das resoniert stark in mir. Diese Form von Journalismus.
Journalismus, der Menschen, insbesondere auch Schüler*innen, bildet.
Journalismus als eine Form der Kulturtechnik.
Journalismus als eine critical knowledge infrastructure,
wie ich von einer Expertin aus Dänemark gelernt habe.
Ja, Journalismus, der selbst eine gesunde Form der Mediennutzung lehrt.
Einen Journalismus, der auf Werten basiert, auf Ethik.
Einen Journalismus, der sich verständlich ausdrückt, der gutes Storytelling beinhaltet.
Let´s face it: It is wild out there.
Eine Ära der Desinformation und der Kommunikationsrevolution.
Und es benötigt einfach viel mehr Widerstand von Demokratien.
Wir stehen vor einer Zeitenwende,
und das bedeutet für den Journalismus ein neues Selbstverständnis.
Wir geben nicht mehr nur Kommentare von der Seitenlinie,
sondern es geht um ernsthafte, leidenschaftliche Kommunikation.
Der Journalismus muss eine Kollektive gegen die Big-Tech-Plattformen bilden.
Nicht primär um gegen diese zu wettern sondern, um eine Alternative anzubieten.
Besser zu sein, viel besser.
Das wird länderübergreifend geschehen.
Es benötigt viel Vertrauensaufbau,
aber das Resultat wird ein herrlicher Mix aus Bildung, Unterhaltung und Information sein.
Das wird das neue Selbstverständnis des Journalismus.
Der Journalismus gab den hart erarbeiteten Content for free an die Big-Tech-Plattformen.
Nun bekommen wir das Problem, dass die Plattformen unseren wichtigen Content an den absoluten Rand drängen.
Ins digitale Nirgendwo.
Das ist keine Zauberei, das erledigt der Algorithmus.
Big-Tech-Plattformen schaffen bewusst Spannungen und Entzweiungen zwischen nationalen Medien.
Es geht denen um eine Schwächung von nationalen Medienlandschaften.
Weltverschwörung?
Naja, wenn die wichtigste Metanarrative unserer Zeit der Turbo-Kapitalismus ist,
dann geht es um Gewinne, um Geld, um Macht und Einfluss, und so um noch mehr Geld.
Guter Content sollte kein Zuhause auf Big-Tech-Plattformen haben.
Tja, wie kommen wir dahin zurück, dass die Menschen uns zuhören?
Wie können wir über die oben genannten Machenschaften aufklären?
Wie können wir Menschen davon überzeugen, uns zu vertrauen?
Um dann wieder für lokale und nationale Medien zu bezahlen?
Meine Hoffnung ist, dass die ganze Unübersichtlichkeit von News dazu führt,
dass die Menschen zurück zu den klassischen Medien finden,
bzw. zu erneuerten klassischen Medien.
Oder ganz neuen Medien.
Ich glaube, Zetland in Kopenhagen könnte ein gutes Vorbild sein.
Vielleicht kommt nach der Ära der Printmedien und der Ära der digitalen Medien
ein Mix aus beidem, inklusive einem Tribe, der per Abo zahlt,
Teil einer Community zu sein, die die Welt verbessert?
Die Uhr tickt, oder?
Wie sollen wir guten und reflektieren Human-Made-Content anbieten,
der Geld kostet, wenn die Massen für News so gut wie nichts zahlen?
Klar nutzen wir KI, um zu übersetzen und korrigieren und Infotainment herzustellen,
aber der Content ist und bleibt von Menschen erzeugt,
die die Menschen kennen und regelmäßig in Live-Events treffen können.
Hier wird ein langfristiges Vertrauen zwischen Journalismus und den Nutzer*innen aufgebaut.
Hier wird gehalten, was versprochen wird.
Hier geht es nicht mehr im Clickbaits.
Hier wird ehrlich mitgeteilt, wenn man auch noch nicht alle Zusammenhänge versteht.
Hier wird erst kommuniziert, wenn man sich einen Überblick verschaffen konnte,
wenn alle Quellen gecheckt worden sind.
Hier nimmt man sich nicht so ernst, dass Selbstironie nicht erlaubt wäre. Oder Humor.
Letztendlich sind wir gemeinsam unterwegs,
Journalismus und die Nutzer*innen,
um eine Welt zu kreieren, in die unsere Nachfahren noch gerne leben wollen und können.
Es wird immer einen Markt für News geben,
denn Menschen wollen seit Gedenken informiert sein.
Sie brauchen vertrauensvollen Menschen, die dieses Bedürfnis erfüllen.
Menschen wollen diesbezüglich dem Journalismus Vertrauen schenken,
also werden wir einen Weg finden, um dieses Vertrauen zurückzugewinnen.
Ich bin Theologe und arbeite seit 25 Jahren mit Menschen.
Und ich kann schreiben, was ein Dutzend Bücher belegen.
Ich kann laut Feedback von außen sehr gut komplexe Sachverhalte einfach erklären.
Durch den hundertfachen Predigt-Dienst am Menschen,
weiß ich genau, dass ich zuerst das Vertrauen der Menschen gewinnen muss,
um Inhalte zu übermitteln.
Vor allem, wenn es um spirituelle Inhalte geht, die sehr persönlich sind.
Der Journalist der Zukunft ist wie ein guter Pastor.
Er ist bescheiden, informiert, kann reden und schreiben, liebt die Menschen
und will die Welt für die Zukunft fit machen.
Wahrscheinlich, sehr wahrscheinlich, geht dabei um Menschen wie mich.
Einem Journalisten der Zukunft. 💛